Ein Titel bei Hallen-DM in Erfurt

Bei den 11. Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt am vergangenen Wochenende traten insgesamt 19 Starter und Starterinnen aus Halle an. Krankheitsbedingt konnten einzelne Favoriten nicht anreisen. Ein Titel, 4 Silbermedaillen und 5 bronzene war am Ende die Ausbeute, die deutlich schmalerausfiel als im Jahr zuvor.

Medaillenkönigin mit vier Edelmetallen wurde einmal mehr die älteste Starterin aus Halle. Christel Happ von Turbine Halle trägt 2012 den Meistertitel wie im Jahr zuvor im Weitsprung W75 nach Hause. Mit 2,58 m landete sie 7 cm vor der 12 Jahre jüngeren Vizemeisterin Brita Kiesheyer. Silber holte sie im Hochsprung (0,95 m) und mit der Kugel (6,88 m), Bronze gab es für ihre Leistung mit dem Speer (15,22 m). Zu erwähnen an dieser Stelle auch ihr vierter Platz im Diskuswurf mit 14,75 m.

Erfolgreich aus Halle waren vor allem die Jung-Senioren des SV Halle. Matthias Fischer sprintete in der M35 in 23,35 s zu Silber, in der vergangenen Saison war er lediglich Vierter über die 200 m-Distanz geworden. Auf der hart umkämpften 60 m-Strecke wurde er in 7,36 s Vierter.
Annett Fischer lief in der Altersklasse W35 zweimal zu Bronze. Die 800 m beendete sie in 2:30,31 min, die 400 m in 64,32 s. Ebenfalls zweimal Bronze über die gleichen Strecken holte sich Ella Tendler vom LAV Halensia in der Altersklasse W50. Ihre Zeiten 69,71 s über 400 m und 2:40,41 min über 800 m.

Annett Fischer SV Halle Ella Tendler LAV Halensia

Der einzige Mann vom USV Halle, der mit einer Medaille heimkehrt, ist Adolf Stengl. Im Kugelstoßen M70 errang er mit 11,71 m sehr sicher Silber. Sein jüngerer Vereinskamerad Mirko Krohn landete zweimal auf dem vierten Platz. Über 400 m lief er mit 54,41 s neue Bestzeit und mit dem einzig startendem Staffelteam aus Sachsen-Anhalt waren es 1:44,57 min, die für die 4 × 200 m reichten.

Ale Ergebnisse der DHM 2012 Erfurt

Hallen-Landesmeisterschaften der Leichtathletik in Halle

Mehr als 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben für die offenen Hallen-Landesmeisterschaften der Männer, Frauen und Senioren am kommenden Sonntag (29. Januar 2011) gemeldet. Wie in jedem Jahr stehen neben den besten Athleten aus Sachsen-Anhalt auch Gäste aus den umliegenden Regionen in der Brandbergehalle am Start. Eine kleine Männermannschaft reist vom SSC Berlin an und wird vor allem im Sprint den Lokalmatadoren starke Konkurrenz bieten. Einheimische Favoriten sind in jedem Fall Julian Marquardt von den HLF im Hürdenlauf und Josephine Terlecki vom SC Magdeburg im Kugelstoßen. Auch Matthias Fischer vom SV Halle, der bereits tags zuvor bei den Deutschen Gehörlosen-Meisterschaften startet, wird am Sonntag im 60 m Sprint der M35 als Favorit antreten.
Die Wettkämpfe beginnen 10 Uhr mit den 60 m Hürden der Frauen und enden gegen 15:30 Uhr mit den Staffelwettbewerben aller Altersklassen. Ausrichter sind die Leichtathletik-Sektionen des USV und SV Halle gemeinsam.

Zwei Landesrekorde und 10 Medaillen

Eigentlich stellt man sich die Deutschen Stadionmeisterschaften eher sommerlich vor. Ende Juli – da sollte die Sonne scheinen oder wenigstens die Temperaturen deutlich über 20 Grad liegen. Beides war nicht wirklich der Fall am Wochenende 29.-31. Juli 2011 in Minden. Glück war da schon, dass es nicht ununterbrochen regnete. Schlechte Voraussetzungen für die Leichtathletinnen, die aus Halle nach Minden zur Deutschen Seniorenmeisterschaft II (ab 50 Jahre) gefahren waren. Allerdings zeigten sich diese relativ unbeeindruckt von den klimatischen Bedingungen.

Am überraschendsten von allen vermutlich das Abschneiden von Gabriele Reppe (USV Halle). Einen Tag vor den DM war sie aus Kalifornien zurück gekehrt, wo sie bei der Weltmeisterschaft der Senioren ordentlich für Furore gesorgt hatte. Den Jetlag komplett ignorierend sprintete sie über 100 m in der Altersklasse W55 nicht nur zur Silbermedaille sondern gleich noch zu einem neuen Sachsen-Anhalt-Rekord. Mit 14,59 s blieb sie gut 25 Hundertstel unter der Leistung, die ihre Teamkollegin Gisela Seifert vor etwa einem Jahr erbracht hatte. Es ist ihre erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften im Sprint und eine Zeit, die sie zuletzt vor 10 Jahren über 100 m erreicht hat.

Mit diesem Erfolg im Gepäck ging Gabriele Reppe enorm euphorisiert in die Staffelentscheidung 4 × 100 m. Leider verletzte sich Startläuferin Andrea Zeller schon beim Start und konnte nur mit Mühe ihre 100 m beenden – Silber in 61,05 s war schließlich das Ergebnis. Die vier Damen der Startgemeinschaft aus Halle, komplettiert durch Ella Tendler (LAV Halensia) und Dagmar Hill, waren dennoch sehr glücklich. Sie hatten auch allen Grund, denn Dagmar Hill konnte sich als zweite erfolgreiche Frau vom USV im Sprint bewähren. In 14,31 s gewann sie Silber über 100 m W50. Beim Weitsprung (4,52 m) und Hochsprung (1,38 m) blieb ihr bei diesen Meisterschaften der Schritt aufs Treppchen verwehrt, Platz 4 in beiden Disziplinen. Ella Tendler, eher auf den längeren Distanzen zu Hause, lief dann auch über 1500 m in 5:25,74 auf Platz 4 und über 800 m erreichte sie in 2:38,20 min den fünften Platz.

Bei den Männern konnte Fritz Kallweit als ältester Teilnehmer des USV-Teams eine Silbermedaille im Speerwurf M80 erringen. Seine Weite: 25,74 m. Zu den sehr beständigen Athleten des USV gehört Hellmuth Klimmer. In Minden wurde er über 80 m Hürden M70 Dritter und beweist mit 14,84 s eine erstaunliche Leistungskontinuität über Jahre hinweg.
Ohne Medaille, aber mit einer sehr anständigen Leistung, absolvierte Horst Beige den 200 m Wettkampf. 28,36 s sind neuer Sachsen-Anhalt-Rekord in der Altersklasse 65 und reichen bei den DM für einen vierten Platz.

Die Medaillenkönigin dieser Meisterschaften wurde einmal mehr Christel Happ von Turbine Halle. Sie siegt im Diskuswurd W80 mit 17,18 m sowie im Hochsprung W75 mit 1,01 m – dort allerdings recht knapp auf Grund der besseren Serie. Silber errang sie mit der Kugel W80 (6,31 m) und im Weitsprung W75 (2,78 m). Und schließlich holte sie im Speerwurf W75 mit 18,52 m auch eine Bronzemedaille.

Ausführlichere Informationen zum Abschneiden weiterer Teilnehmer hier:
USV Halle
LAV Halensia
komplettes Ergebnisprotokoll

Gabi Reppe noch einmal in Höchstform

Nachdem Gabriele Reppe (USV Halle) vor ziemlich genau einer Woche bei der Weltmeisterschaft der SeniorInnen in Sacramento den Siebenkampf mit Silber beendet hatte, hat sie am Samstag noch einmal alles ausgepackt und über 400 m den vierten Platz geholt. Mit nur 6 Hundertsteln Rückstand zur Dritten, der US-Amerikanerin Paula Dickson-Taylor, und einem dramatischen Sturz ins Ziel war dieses Finale an Spannung kaum zu überbieten. Die bereits tolle Platzierung ist für Gabi noch wertvoller angesichts der gelaufenen Zeit: 1:09,13 min – das ist das beste Ergebnis seit 9 Jahren. Schneller war sie zuletzt bei der EM in Potsdam im Jahr 2002.
Die Freude wird hoffentlich die Schürfwunden vergessen machen, denn heute (Sonntag) stehen bei Gabi noch die Staffelentscheidungen 4×100 und 4×400 an.

Gabriele Reppe holt Silber

Bei den World Masters Athletics Championships im kalifornischen Sacramento holte Gabriele Repp vom USV Halle im Siebenkampf W55 eine Silbermedaille. Mit 4918 Punkten blieb sie nur 114 Punkte hinter der Siegern Kay Glynn aus den USA. Der Abstand zur Drittplatzierten, der Slowakin Anna Matusova, betrug fast genau 1000 Punkte.

Stark zeigte siche Gabriele Reppe im 800 m Lauf (3:16,00 min) und über 200 m (30,77 s). Wesentliche Punkte verlor sie an ihre Konkurrentin im Weitsprung (4,06 m) und Hochsprung (1,30 m – für Gabi allerdings eine absolut passable Leistung).

Mit diesem Erfolg kann Gabriele Reppe ihren Erfolg aus dem Jahr 2001 wiederholen, als sie zur WM in Brisbane (Australien) ebenfalls Silber im Siebenkampf errang.

Medaillenkönigin Gabi
Gabriele Reppe als Medaillenkönigin zur DM in Erfurt – Ob es in Sacramento zu einer ähnlichen Sammlung kommt?

Detaillierte Informationen gibt es hier Erster Tag / Zweiter Tag