Nachtrag vom Freitag: einmal Gold geht nach Sangerhausen

Da hatten wir gestern abend ja vor allem eines im Sinn: nochmal anständig Gulaschsuppe essen und den Körper schonen. Nach einem halben Tag im Stadion war bei allen beteiligten auch genügend Wasser in vorm von Schweiß umgesetzt worden. Also fand das 5 km Bahngehen ohne unser Zuschauen statt. Aus welchen Gründen auch immer war es ohnehin in das Zweite Stadion gelegt worden … also ein wenig abseits aller Aufmerksamkeit. Am Start dort auch Steffen Borsch und Dick Gnauck vom ASV Sangerhausen. Zweiter schon von der Meldeliste her ein Medaillenkandidat in der M45 hatte seinen Start 19:50 Uhr – bei immer noch gut 30 Grad Außentemperatur. Nach 24:14,09 min hatte er den Europameistertitel in der Tasche, dicht gefolgt von Andrea Naso (ITA) und Alexander Yushakov (RUS), die mit 10 bzw. 20 Sekunden Abstand die Ziellinie überquerten. Letztes Jahr zur WM in Lahti war er 6. gewesen.

Wenige Minuten später ging auch die M35 an den Start, mit dabei Steffen Borsch, der am Ende in 22:41,98 min Vierter wurde. In der aktuellen Saison war er über diese Strecke nicht schneller gewesen. Von seiner Altersklassenbestleistung aus dem Jahr 2008 ist er etwa eine Minute entfernt … was das für diese Strecke bedeutet, kann ich leider nicht wirklich einschätzen. So weit also die Statistik.

Beide sind am Sonntag noch einmal unterwegs, dann geht es für 20 km auf die Straße, quer durch die Innenstadt von Nyíregyháza.

Für Christel Happ gab es dann gestern (Freitag) noch einen spannenden Krimi. Zum Speerwurfwettbewerb war die Favoritin am Morgen nicht erschienen – Christel konnte so als Zweitbeste feiern. Dann erschien die Belgierin Rachel Hansen doch noch und das Kampfgericht gestattete ihr, den Wettbewerb nachzuholen. Begründung war, dass der Wettbewerb zeitlich vorverlegt wurde und diese Nachricht offensichtlich nicht komplett an alle mitgeteilt wurde. Wie auch immer – Christel Happ saß also eine ganze Weile vor dem Zelt für die Siegerehrungen, ungewiss ob sie nun Silber, Bronze oder eventuell gar keine Medaille erhalten würde. Am Ende beendete Rachel Hansen tatsächlich ihren Wettbewerb mit Weltrekord W80 21,83 m und damit Gold. Danach gab es dann allerdings Einspruch und der Kompromiss lautet nun: zwei Goldmedaillen – eine für die Weltrekordlerin und eine für die Siegerin aus dem regulären Wettbewerb Rosa Pedersen. Christel Happ erhielt damit Silber. – Solche Geschichten gibt es vermutlich nur auf Seniorenmeisterschaften …

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